“Philosophie des Todes”
Tod - was ist das?
Kein Mensch kann den Tod erfassen oder begreifen. Der Tod, seine unausweichliche Tatsache übersteigt die Intelligenz des menschlichen Wesens und der menschlichen Psyche. Deshalb ist es für Menschen eminent wichtig, den Tod begreifbar zu machen.
Das geschieht unter anderem über Trauerrituale, die im übrigen so alt sind wie die Menschheit.
Schon bei den Neandertalern kennt man bereits Bestattungsrituale. Sie färben die Gesichter ihrer Toten mit Rötelfarbe, ein Zeichen für Leben und Vitalität. So gewährleisten sie, dass die Leichen für die “andere” Welt bereit sind.
Das Leben geht weiter.
Diese oder ähnliche Vorstellungen haben wir noch heute. Durch “TUN” und AKTIVITÄT machen wir den Tod begreifbar und überwinden sowohl Angst aber auch Trauer. Das Tun befreit uns aus der Hilflosigkeit und der Fremdbestimmung. Wir werden wieder selbst bestimmt. Das gilt sowohl für Menschen, die um andere trauern als auch um todkranke Menschen, die sich in einem lang anhaltenden Prozess mit ihrer Sterblichkeit auseinandersetzen müssen.