Gute Gedanken
“Trauer heißt auch sich trauen”
Sich trauen der Trauer zu stellen, das heißt sich der Trauer hingeben, ihr Platz und Raum geben. Das tut unendlich weh, ist aber der wichtigste Part auf dem Weg zur Seelenheilung.
“Tod ist ein Teil des Lebens”
Den Tod erleben heißt eine andere, sehr intensive Form des Lebens kennen zu lernen.
“Wo bist du, wo finde ich dich?”
Ich finde dich in einem Stein. Ich finde dich in einer Blume. Ich pflanze einen Baum für dich.
“Den wunderschönen Apfelbaum in meinem Garten hat meinen Vater schon vor langer Zeit als Kind gesehen. In ihm entdecke ich seine Energie. Wenn er blüht bin ich meinem verstorbenem Vater besonders nahe.”
“Wie schön, dass ich mit dir reden kann. Du gibst mir immer eine Antwort. Danke!”
“Warum hast du mich verlassen? Was willst du mir damit sagen?”
Gib mir ein Zeichen wo ich dich finden kann!
“Liebe ist stärker als der Tod?” Seit du tot bist bin ich dir besonders nahe, also bist du lebendig! Du lebst in meinen Gedanken, du sprichst durch meinen Mund zu unseren Kindern. Wir sprechen oft von dir. DU BIST IMMER BEI UNS!
Weinen ist das Putzmittel für den Seelenspiegel. Also weine ich jeden Tag. Irgendwann ist meine Seele sauber und rein und ich kann an dich denken ohne es dir krumm zu nehmen, dass du mich verlassen hast.
Mit dem Herzen sehen
Still sitzt du da,
mit einem Schleier von Trauer
in deinen Augen.
Dein Schweigen,
ein eiserner Ring,
an dem du dich kettest,
möchte ich mit sanfter Berührung sprengen,
deine uferlose Traurigkeit fortspülen,
und mögen unsere Hände zueinander finden,
unsere Blicke tief in unsere Herzen tauchen,
wie zwei Gewässer,
die ineinander fließen - eins werden,
und die Mauer des Schweigens öffnen.
Edith Maria Bürger