Reden über den Tod
Das Krisenverarbeitungsmodell lehrt uns, dass es sehr wichtig ist, die Trauer anzunehmen und vor allem zuzulassen. Dazu gehört eine Konfrontation mit dem Unfassbaren von der ersten Sekunde an. Kinder im Vor- und Grundschulalter haben ein sehr natürliches Verhältnis zum Tod, weil es in ihr Weltbild, nämlich das der Wunder und Mythen sehr gut passt. Sie sind wissbegierig und neugierig. So ist es sehr wichtig, dass sie über ALLES , wirklich ALLES reden können und ALLE Fragen beantwortet werden. Gerade die Fragen nach den Fakten geben den Kindern Sicherheit im Verarbeiten des Todes und setzen einen Trauerprozess in Gang. In Trauerfamilien gibt es oftmals das große Problem, dass die Kommunikation verstummt, sobald der Trauerfall auftaucht. Die betroffenen Eltern sind nicht in der Lage über das Geschehene zu sprechen. Vater und Mutter trauern oftmals auf unterschiedliche Art und Weise. So entstehen nicht selten Probleme in der Kommunikation untereinander. Die trauernden Eltern befinden sich in einem Schockzustand und sind in der emotional ungesteuerten Dimension. Somit ist es eine der wichtigsten Aufgaben von Erziehern und Lehrern einen Teil der Trauerverarbeitung in der Einrichtung zu übernehmen. Auch für die trauernden Eltern ist man oftmals Ansprechpartner und Hilfestellung.
TIPP für Erzieher und Lehrer:
Prävention ist immer ein guter Weg. Wenn sowohl die Erwachsenen aber auch die Kinder mit dem Thema Tod und Trauer vertraut sind, ist es wesentlich einfacher im Ernstfall adäquat zu reagieren! Deshalb gehört das Thema Tod und Trauer zu jeder pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.