Fortbildung für Lehrer und Erzieherinnen
anchmal glauben wir, Kinder dächten nicht über ernste Themen wie den Tod nach. Aber wenn ich die Fragen höre, die mir Kinder stellen, dann wird mir klar, dass sie sehr wohl über ernste Dinge nachdenken. Vor allem über das , was nach dem Leben sein wird.“
Dalai Lama, Ratschläge des Herzens
Kinder lernen Tod und Trauer verstehen
Projekt „Wie ist das mit dem Tod?“
Der Tod gehört zum Leben. Leider ist er in unserer Gesellschaft ein Tabuthema. Aus diesem Grund haben viele Erwachsene ein stark angstbesetztes Verhältnis zum Tod entwickelt.
Kinder im Alter zwischen 3 und 8 Jahren haben aus entwicklungspsychologischer Sicht ein entspanntes Verhältnis zum Tod. Diese natürliche Sicht der Dinge wird oft durch die Tabuisierung des Themas zerstört. Darum ist es sehr wichtig, dass gerade Kinder im Kindergartenalter auf sensible, aber ehrliche Weise an das Thema Tod herangeführt werden und spielerisch Trauerrituale einüben.
Das ist der Hintergrund, warum der Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V. und SINNvoll Trauern eine deutschlandweite Aufklärungskampagne für Kindergarten- und Schulkinder starten.
Das Konzept
Das Projekt „Wie ist das mit dem Tod?“ wird im gesamten deutschsprachigen Raum beim Bundesverband verwaister Eltern in Deutschland e.V. gebucht, um Kinder unbelastet von einem Trauerfall an das Thema heranzuführen.
Grundlage des Konzepts sind die Kinderbücher „Tim trauert um seinen Freund“ und „Georgs Reise zu Gott“.
Diese Bücher zeigen Kindern den richtigen Umgang mit der Trauer und sind sowohl zur Prävention als auch zur Akuttherapie für Betroffene geeignet.
Die Organisatoren können sich ihr Projekt aus verschiedenen Modulen individuell zusammenstellen und an einem Ort Ihrer Wahl veranstalten.
Die Module
Workshops
- Schauspiel: „Tim trauert um seinen Freund“
Die Schauspielerin Josepha Sophia Sem spielt gemeinsam mit ihrem Plüschhund Pit und ihrer Handpuppe Tim die Geschichte “Tim trauert um seinen Freund”.
Besonders einprägsam wird das Stück durch die Einbeziehung der Kinder in kleineren Rollen.
- Clown Jojo
Durch seine langjährige Erfahrung als Clown, Klinikclown, Lachtherapeut und Pädagoge vermittelt Johannes Schüchner eine neue positive Sicht auf den Tod.
Am Beispiel seines Freundes, des Hundes Pit, erklärt Jojo den Kindern, wie es sich anfühlt, Trauer zu empfinden. Die Kinder dürfen an dieser Trauer teilhaben und sich gemeinsam Trauerrituale ausdenken. Jojo bringt die Kinder zum Nachdenken und löst schwierige Situationen immer wieder humorvoll auf. Sie lernen, dem Tod lachend seinen Schrecken zu nehmen. - Improvisationstheater
Schauspieler und Clown Johannes Schüchner spielt die Geschichte des trauernden Tim. Die Kinder nehmen aktiv an dem Stück teil. Im Spiel erleben sie hautnah, wie Tod und Trauer funktionieren und lernen, wie wichtig es ist, die eigenen Gefühle auszudrücken.
Durch seine offene, humorvolle Art gelingt es Johannes Schüchner, Trauer als Prozess darzustellen. Die Kinder durchleben die Trauerphasen spielerisch und lernen, dass nach der Trauer auch immer wieder die Lebensfreude kommt. - Kinder philosophieren über Leben und Tod
Der Erzieher und Lebensberater Christian Föckersperger ist offiziell Multiplikator für das Pilotprojekt „Kinder philosophieren“. Es geht um eine philosophische Auseinandersetzung mit sich selbst, den Anderen und der Welt, die uns umgibt. Während des Projekts „Wie ist das mit dem Tod?“ setzt sich Christian Föckersperger mit den Kindern philosophisch mit den Themen Leben, Tod, Sterben und Trauer auseinander. - Frag nach!
Wir suchen nach den Vorgaben der Organisatoren geeignete Ansprechpartner in Ihrer Nähe, die den Kindern der Projektgruppe Fragen beantworten können. Dies sind beispielsweise Priester, Bestatter, Trauerhelfer oder Ärzte. - Literaturempfehlungen zum Thema
Eine Literaturliste vermittelt durch Kurzrezensionen einen Überblick über den Kinderbuchmarkt zu den Themen Tod und Trauer. - COLORI Naturpulver
Die Ergotherapeutin Lydia Daniel leitet Kinder dazu an, mit COLORI Naturpulver durch körpertherapeutische Techniken einen Zugang zu ihren Gefühlen zu finden.
Sie lernen, sich selbst intensiv zu spüren. Die Arbeit mit COLORI ist prozessorientiert und unterstützt Trauerarbeit in jeglicher Form.
- „Hallo Lebensfreude … ich finde dich!“
von Jojo der Clown
Lachen ist immer schon die beste Medizin gewesen. Lachen befreit erstarrte
Gefühle und hilft Trauer bearbeiten und überwinden.
Clown Jojo arbeitet situationsorientiert und bezieht die anwesenden Teilnehmer
aktiv in sein Programm mit ein. Machen Sie mit - und erfahren Sie persönlich
die befreiende Wirkung des Lachens.
- „Stark werden in Phasen der Trauer“
von Musiktherapeutin Angelika Kreutzer
Mit Delfinklängen und Handschmeichlern die eigenen Gefühle erwachen lassen
– mit der eigenen Stimme erklingen lassen – und ein persönliches stärkendes
Lied mit nach Hause nehmen.
Der Workshop gibt den Teilnehmern einen tiefen Einblick in die Wirkungsweise
von Musik. Gerade wenn tiefe und bewegende Gefühle im Spiel sind und die
Worte fehlen, kann die Musik ein gutes Medium sein, um wieder die passenden
Worte zu finden.
Fortbildungen
- “Tod und Trauer BE-GREIFEN” Ein Fortbildung für Lehrer und Erzieher
von Dipl. Päd. Univ. Eva Maria Popp
Eva Maria Popp ist seit Jahren an einer Fachakademie für Sozialpädagogik als Dozentin für Psychologie, Pädagogik und Religionspädagogik beschäftigt. Ihr Fortbildungskonzept orientiert sich an dem situationsorientierten Ansatz. Teilnehmende Lehrer und Erzieher lernen praxisnah über Fallbeispiele die nötigen Theorien kennen und bekommen Handlungstools an die Hand, die ihnen den Umgang mit dem durchaus schwierigen Thema Tod und Trauer erleichtern. Ziel der Fortbildung ist es die großen Zusammenhänge des Themas zu begreifen. Nur wer begreift kann handeln. Aktuelle Termine unter Verein der Freunde der Fachakademie Gerne bieten wir diese Fortbildung für ihr Team an. Wir kommen zu Ihnen oder Sie zu uns.
- “Trauern will gelernt sein” Ein Praxisworkshop für Lehrer und Erzieher
von Ergotherapeutin und systemischer Familienberaterin Lydia Daniel
Lydia Daniel gibt einen Einblick in die Schaffenswelt von Kindern und wie sich durch TUN die Gefühle lösen und lockern. Die Fortbildung vermittelt viele Tipps und Tricks und ist geprägt durch viele praktische Beispiele. Gerne bieten wir diese Fortbildung für Ihr Team an. Wir kommen zu Ihnen oder Sie zu uns.
- “Gefühle und Klänge”
von Musiktherapeutin Angelika Kreutzer
Dies Fortbildung gibt den Teilnehmern einen tiefen Einblick in die Wirkungsweise von Musik. Gerade wenn tiefe und bewegende Gefühle im Spiel sind und die Worte fehlen kann die Musik ein gutes Medium sein um wieder die passenden Worte zu finden. Ein Praxisworkshop für Lehrer und Erzieher. Gerne bieten wir diese Fortbildung für Ihr Team an. Wir kommen zu Ihnen oder Sie zu uns.
Vorträge
- „Wie Kinder den Tod erleben“
Ein Vortrag von Eva Maria Popp und Bernard Jakoby
Im ersten Teil des Vortrages spricht Frau Popp über die psychologischen
Faktoren des kindlichen Todesverständnisses. Kinder verstehen den Tod in
seiner ursprünglichsten Form und erfassen ihn intuitiv. Wenn sie gut begleitet
werden, können sie in ihrem zukünftigen Leben mit Verlusten besser umgehen.
Im zweiten Teil spricht der bekannte Autor Bernard Jakoby über den
inneren Sterbeprozess des Menschen. Dabei befasst er sich speziell mit den
Nahtoderlebnissen von Kindern im Zusammenhang mit neuesten
Erkenntnissen der Sterbeforschung.
Zum Abschluss liest Bernard Jakoby aus seinem neuen Kinderbuch »Georgs
Reise zu Gott«.
Aktionskoffer
- Aktionskoffer: „Wie ist das mit dem Tod?“
Mit Hilfe der beiliegenden Bücher und Filme kann die Kindergruppe auf das Thema eingestimmt werden. Es werden wichtige Basisinformationen vermittelt, welche die Grundlage für die spielerische Auseinandersetzung der Kinder mit der Thematik schaffen.
In einem zweiten Schritt können die Kinder auf Forscherfragen zum Tod Antworten finden. Es ist spannend, Lebens- und Todeszeichen kennen zu lernen. Mit der im Koffer enthaltenen medizinischen Ausrüstung erforschen die Kinder Lebenszeichen an sich selbst und an ihren Freunden.
Sind all diese Punkte besprochen, können die Kinder das erlernte Wissen im freien Spiel umsetzen. Mit der beiliegenden Puppe spielen sie einen Todesfall nach. Kinder lernen, was zu tun ist, wenn jemand stirbt. Sie üben spielerisch Trauerrituale ein und lernen, wie sie ihren Gefühlen Ausdruck verleihen können. Durch diese Rollenspiele gewinnen sie Sicherheit im Umgang mit der Grenzsituation des Todes und können sich im späteren Leben den Anforderungen ähnlicher Situationen stellen.
Wird eine Projektwoche im Kindergarten oder in einer Schule durchgeführt, so startet diese mit einem Vortrag für die Eltern, in dem diese auf die Wichtigkeit des Themas hingewiesen werden und praktische Tipps erhalten, wie sie das Thema mit Kindern besprechen und Fragen von Kindern natürlich beantworten.
Jedes Kind bekommt ein „Timbuch“ oder ein „Georgbuch“, welches es mit nach Hause nehmen kann, um die Grundlage für Eltern- Kindgespräche zu legen.
Für die Erzieherinnen wird das Timbuch auf überdimensionalen Zeigetafeln geliefert, damit es gut im Stuhlkreis verwendbar ist.
Wenn der Kindergarten oder die Schule das will, kann die Projektwoche auf den gesamten Ort ausgedehnt werden. Am Samstag der Timwoche wird im Ort ein „Tag der offenen Tür“ angeboten. Alle Geschäfte und Betriebe, die sich mit den Themen Trauer und Tod befassen, öffnen ihren Betrieb und stehen Rede und Antwort. Die Palette der Betriebe reicht vom Blumenhändler bis zum Bestatter.
Trauerarbeit mit betroffenen Gruppen
Kindergärten und Schulen, die von einem akuten Trauerfall betroffen sind, können die Projektwoche in abgewandelter Form buchen.
Wir unterscheiden zwei Fälle:
- ein Kind der Gruppe ist gestorben.
- Angehörige eines Kindes der Kindergartengruppe sind gestorben.
In beiden Fällen ist eine kompetente Begleitung der Kinder wichtig, damit ein guter Umgang mit dieser Krisensituation gefunden wird. Die Projektwoche wird in diesem Fall von Trauerbegleitern des Bundesverbandes verwaister Eltern in Deutschland e.V. auf die einzelne Kindergartengruppe zugeschnitten. Auf Wunsch werden Erzieherinnen oder die Trauerfamilie in ihrer Trauer begleitet.
Die Abwicklung
Die Sponsoren und die Presse werden gebeten, die Themen Tod und Trauer von Kindern aufzugreifen und publik zu machen, um Kindergärten in ganz Deutschland auf die Möglichkeit der Buchung einer Trauerwoche hinzuweisen. Interessierte wenden sich an Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V. in Leipzig oder SINNvoll Trauern,
Projektleiterin Eva-Maria Popp, Tel.: 08561 2385-17.
Nachwort und Bitte
Bitte nehmen Sie Ihre gesellschaftliche Verantwortung an und unterstützen Sie die Präventionsarbeit mit Kindern. Nur eine Gesellschaft, die den Tod als natürlichen Bestandteil des Lebens akzeptiert, ist eine Gesellschaft, die die Herausforderungen der Zukunft auf Dauer schultern kann.
Das sind wir Wert:
Workshop
Ca. 45 – 120 Minuten 160,00 €
Elternabend
Ca. 2 Stunden 200,00 €
Fortbildung
3 Stunden 270,00 €
ganztags 550,00 €
Miete Ausstellung
3 Wochen Ausleihzeit
inkl. Versand und Versicherung 500,00 €
Vortrag zur Ausstellung
Eva-Maria Popp 250,00 €
Bernard Jakoby Preis auf Anfrage
Miete Aktionskoffer
1 Woche 50,00 €
Zzgl. Mwst., Fahrtkosten und Spesen